Wer hinter diesem Finanzblog steht
Kein Fondsmanager, kein Finanzberater. Jemand, der seit einigen Jahren in ETFs spart, sich mit deutscher Kapitalertragsteuer auseinandergesetzt hat und eine Menge Fehler gemacht hat, aus denen dieser Blog entstanden ist.
Wie die Beiträge entstehenWarum ich überhaupt angefangen habe
Mein Einstieg in die Geldanlage war nicht besonders durchdacht. Ein Konto, ein Sparbuch, ein paar Jahre vergehen lassen und sich am Ende wundern, wo die Zeit geblieben ist. Als ich anfing, mich ernsthaft mit Aktien-ETFs zu beschäftigen, fiel mir auf, wie viele Ratgeber entweder zu oberflächlich oder zu technisch waren.
Mir fehlten Beispiele von Leuten, die denselben Weg gehen, mit normalem Einkommen und normalen Zweifeln. Also habe ich begonnen, meine eigenen Notizen aufzuschreiben. Aus Notizen wurden Beiträge, und aus Beiträgen wurde inntreilopes.biz. Diese Seite ist die kurze Antwort auf die Frage, wessen Einschätzung du hier liest.
Wer hier schreibt
Ein Leser mit eigenem Depot
Ich schreibe aus der Perspektive eines Angestellten mit normalem Einkommen, der seine Sparrate selbst festlegt, seine Abrechnung selbst prüft und Fehler nicht nachträglich glattbügelt.
Nachgetragen, nicht gelöscht.
Wie ich an Geldthemen herangehe
Ich interessiere mich für das, was über lange Zeit trägt, und weniger für das, was im nächsten Quartal gut aussieht. Deshalb stehen breit gestreute Aktien-ETFs im Mittelpunkt meiner Beiträge, etwa über den MSCI World als globalen Referenzindex.
Breite statt Einzeltipps
Diversifikation praktisch erklärt: was ein Weltindex abdeckt, wie viele Positionen wirklich nötig sind und wo die Streuung endet, wenn ein Markt dominiert.
MSCI WorldSparraten statt Kursziele
Mich interessiert, was monatlich übrig bleibt und wie sich eine Rate über Jahre verhält, nicht die Frage, welcher Titel im nächsten Monat steigt.
monatlichSteuerregeln nutzbar machen
Den Sparerpauschbetrag, die Vorabpauschale und die Teilfreistellung so aufschreiben, dass sie für die eigene Abrechnung taugen und nicht nur als Begriff im Raum stehen.
SparerpauschbetragWeniger aufregend als ein Kursziel, näher an der Realität der meisten Leser.
Meine eigene Aufteilung, grob gesagt
Ich halte es einfach. Ein globaler Aktien-ETF bildet den Kern, dazu kommt eine Position mit US-Schwerpunkt, die ich über einen S&P-500-ETF abdecke, weil ich den amerikanischen Markt bewusst übergewichte. Das ist eine Entscheidung, die ich regelmäßig hinterfrage, und genau deshalb schreibe ich darüber.
Wer nur einen Welt-ETF hält, macht damit nichts falsch. Wer zusätzlich Schwerpunkte setzt, sollte den Grund dafür kennen. Auf der Seite zum ETF-Sparplan gehe ich die Unterschiede zwischen Thesaurierern und Ausschüttern durch, weil sie die Abrechnung und den Aufwand betreffen.
Ein breiter Kern trägt die Sparrate, eine bewusst übergewichtete US-Position sitzt daneben. Beide Anteile prüfe ich in unregelmäßigen Abständen und schreibe auf, wenn ich etwas ändern würde.
Was ich gelernt habe, teils auf die harte Tour
Zwei Dinge würde ich rückblickend anders machen. Erstens habe ich zu lange mit kleinen Sparraten angefangen, obwohl mehr möglich gewesen wäre, aus Sorge vor einem falschen Einstiegszeitpunkt. Zweitens habe ich den Freistellungsauftrag nicht rechtzeitig hinterlegt, was zu unnötiger Steuerabführung geführt hat, die ich mir hätte sparen können.
Solche Punkte tauchen im Blog immer wieder auf, nicht als Mahnung, sondern als Erinnerung, dass die Verwaltungsseite des Investierens genauso wichtig ist wie die Auswahl des ETFs. Wer den Freistellungsauftrag bei der Bank hinterlegt, sorgt dafür, dass der Sparerpauschbetrag schon beim Verkauf oder bei Ausschüttungen berücksichtigt wird.
Über die steuerlichen Details dieser Punkte schreibe ich ausführlich auf der Seite zu Steuern und Sparerpauschbetrag, weil sich dort die meisten Fragen sammeln, die mir Leserinnen und Leser schicken.
Was ich anders machen würde
Früher anfangen
Kleine Sparraten aus Sorge vor dem falschen Moment haben Zeit gekostet, nicht Geld gerettet.
Freistellungsauftrag hinterlegen
Ohne den Auftrag bei der Bank führt sie Steuer ab, die bei richtiger Einstellung nicht angefallen wäre.
Marktbeobachtungen entstehen aus dem Alltag, nicht aus dem Handelssaal.
Was ich dort notiere, ist selten eine Prognose. Meistens ist es die Frage, ob eine Nachricht meine Sparrate, meine Aufteilung oder meine Steuer tatsächlich berührt — oder ob sie nur laut war.
MarktbeobachtungenWoher meine Themen kommen
Ich lese und höre mehr, als ich schreibe. Zehn Minuten Wirtschaft von NDR Info begleitet mich werktags und liefert den makroökonomischen Rahmen für viele Marktbeobachtungen. Der Podcast Geld genug, der laut Ankündigung am 15. September 2026 gestartet ist und alle zwei Wochen dienstags erscheint, behandelt Finanzfragen aus dem echten Leben und passt damit gut zum Anspruch dieses Blogs.
Für Produktdaten und Grundlagen nutze ich JustETF als Recherchequelle. Diese Quellen ersetzen keine eigene Prüfung, aber sie halten die Themen aktuell. Eine Liste mit den Podcasts und Nachschlagewerken, die ich regelmäßig verwende, findest du auf der Ressourcenseite.
Hören, prüfen, dann erst schreiben.
Wie Beiträge entstehen
Ein Beitrag beginnt meist mit einer Frage, die ich mir selbst gestellt habe, oder mit einer, die mir ein Leser geschickt hat. Ich recherchiere den Sachverhalt, prüfe ihn gegen die Originalquelle und schreibe dann in der Reihenfolge, in der ich es verstanden habe.
Erster Schritt
Frage sammeln
Entweder aus meinem eigenen Depot oder aus einer Leserfrage, die sich nicht mit einem Satz beantworten lässt.
Zweiter Schritt
Gegen die Originalquelle prüfen
Bei steuerlichen Regeln heißt das: die Angaben der Finanzverwaltung, nicht die Zusammenfassung eines Ratgebers.
Dritter Schritt
In der eigenen Reihenfolge schreiben
Ich schreibe so, wie ich es verstanden habe. Bleibt ein Punkt unklar, steht das im Beitrag statt einer glatten Antwort, die sich nicht halten lässt.
Vierter Schritt
Nachträge mit Datum ergänzen
Ändert sich eine Regel oder meine Einschätzung, ergänze ich den Beitrag mit Datum, statt die alte Zahl still zu überschreiben.
Lieber ein Absatz mit offener Frage als eine glatte Antwort.
Was ich nicht bin
Diese Klarheit ist mir wichtig, weil sie bestimmt, was du von den Beiträgen erwarten kannst und was nicht.
Keine Anlageberatung
Ich beschreibe, wie ich vorgehe, und empfehle niemandem ein konkretes Produkt. Die Entscheidung und die Prüfung liegen bei dir.
Keine Steuerberatung
Ich erkläre Regeln wie den Sparerpauschbetrag so, wie ich sie für meine eigene Abrechnung nutze. Für deinen Einzelfall gilt die Auskunft der Finanzverwaltung oder deiner Beratung.
Kein Nachrichtendienst
Wenn ich über das Altersvorsorgedepot schreibe, das laut aktueller Darstellung am 1. Januar 2027 starten soll, gebe ich den Stand wieder, wie er sich mir darstellt, und keine Prognose.
Ich verkaufe keine Finanzprodukte und erhalte keine Provision für genannte ETFs. Nennungen sind Beispiele aus meinem eigenen Depot, keine Kaufempfehlung.
Für wen ich schreibe
Für Menschen, die in Deutschland leben, ein normales Einkommen haben und sich fragen, wie sie langfristig etwas aufbauen können, ohne sich täglich mit Kursen zu beschäftigen. Für Leser, die schon ein Depot haben und einzelne Details besser verstehen wollen. Und für alle, die sich über ein Thema informieren möchten, bevor sie eine Entscheidung treffen.
Wenn du dich in einer dieser Gruppen wiederfindest, bist du hier richtig. Wenn du eine Frage hast, die sich nicht in einem Beitrag klären lässt, schreib sie mir — die meisten Themen auf dieser Seite stammen aus genau solchen Nachrichten.
Häufige Fragen zum Autor
Schreibst du hier anonym?
Nein. Du findest auf der Kontaktseite Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Ich schreibe unter meinem eigenen Namen und beantworte Leserfragen persönlich.
Wie oft erscheinen neue Beiträge?
Es gibt keinen festen Takt. Ich veröffentliche, wenn ein Thema geprüft ist und etwas zu einer Entscheidung beiträgt — Marktbeobachtungen meist dann, wenn sich an den Rahmenbedingungen etwas geändert hat.
Warum stehen so oft dieselben Themen im Mittelpunkt?
Weil sich langfristig nur wenige Stellschrauben bewegen: breite Streuung, eine Sparrate, die durchhält, und die Steuer beim Verkauf. Alles andere ist für die meisten Depots Nebenwerk.
Kann ich dir Themenvorschläge schicken?
Ja, gern. Wenn eine Frage häufiger auftaucht oder sich mit meiner eigenen Erfahrung beantworten lässt, wird daraus ein Beitrag. Über die Kontaktseite erreichst du mich während der üblichen Bürozeiten.
Weiterlesen
Wenn du wissen willst, wie ich die drei Themen behandle, die diesen Blog tragen, sind das die nächsten Stationen.
Schreib sie mir, sie wird geprüft und beantwortet.