Hand auf liniertem Papier neben einem offenen Füller am Morgenfenster
Podcasts & Ressourcen

Podcasts und Ressourcen für den Finanzalltag

Gute Finanzinformationen müssen nicht kompliziert sein, aber sie sollten verlässlich sein. Hier stelle ich Formate und Quellen vor, die ich selbst nutze — mit Begründung und mit Grenzen.

Keine Bestenliste, sondern eine Sammlung mit Begründung

Ich führe hier nur auf, was ich tatsächlich höre oder nachschlage. Zu jedem Format steht dabei, wofür es taugt und wo es endet. Ein Podcast ist gut für Zusammenhänge, ein Portal ist gut für Zahlen — die beiden ersetzen einander nicht.

Wer neu einsteigt, braucht erfahrungsgemäß wenige Quellen: ein Portal für Produktdaten, ein Format für die Einordnung und die Themenseiten dieses Blogs für die Grundbegriffe. Alles darüber hinaus lenkt mehr ab, als es hilft.

Podcast für Zusammenhänge Hören
Portal für Produktdaten Prüfen
Beiträge für Grundbegriffe Lesen

Drei Quellen reichen für den Anfang.

Fenster im Morgengrauen mit dampfender Tasse auf der Fensterbank

Zehn Minuten Wirtschaft

Das Format kommt von NDR Info und fasst werktäglich die wichtigsten Wirtschaftsthemen in rund zehn Minuten zusammen. Recherchiert wird es von Fachjournalistinnen und Fachjournalisten der NDR-Wirtschaftsredaktion.

Der Blick ist stärker wirtschaftsjournalistisch als auf persönliche Finanzen gerichtet. Für Anleger ist genau das ein Vorteil: Du erfährst, warum sich etwas bewegt, nicht nur, dass es sich bewegt hat. Ich höre den Podcast werktags und nutze ihn als Ausgangspunkt für eigene Notizen.

Für konkrete Fragen zu ETFs oder Steuern ist er nicht gedacht. Wer eine Zahl braucht, muss sie woanders nachschlagen.

Studio-Kopfhörer und Aufnahmegerät auf einem Morgen-Schreibtisch
Werktags, morgens, etwa zehn Minuten — als Einstieg in den Tag, nicht als Nachschlagewerk.

Geld genug

Geld genug entsteht in Zusammenarbeit von Handelsblatt und DIE ZEIT. Laut Ankündigung startete der Podcast am 15. September 2026 und erscheint alle zwei Wochen dienstags. Moderiert wird er von Laura de la Motte und Jan Guldner.

Der Ansatz passt gut zu diesem Blog: Es geht um Finanzfragen aus dem echten Leben statt um reine Börsenlogik. Themen wie Sparen, Absicherung und die Frage, wann genug erreicht ist, betreffen die meisten Leser direkter als tägliche Kurskommentare.

Erscheinungsweise alle zwei Wochen
Erster Termin laut Ankündigung 15. September 2026
Moderation Laura de la Motte, Jan Guldner
Ringbuch, Lesebrille und offenes Haushaltsbuch auf dem Küchentisch

Finanzfragen aus dem echten Leben: Sparen, Absicherung, die Frage nach dem Genug. Weniger Kurskommentar, mehr Alltag.

Karteikarten und Füller auf einem Schreibtisch im Lampenlicht

Eine Rankingliste ersetzt keine Entscheidung. Sie liefert aber die Fakten, die man für eine Entscheidung braucht.

JustETF als Recherchequelle

JustETF ist ein deutschsprachiges Portal mit ETF-Fokus und dient vielen Anlegern als Recherche- und Vergleichsquelle. Es behandelt ETF-Auswahl, Sparpläne und Grundlagen und ist stark auf passive Geldanlage spezialisiert.

Ich nutze es, um Produktdaten zu prüfen, etwa Indexzusammensetzung oder Fondsart — und nicht, um Empfehlungen zu übernehmen.

Wofür ich JustETF nutze Nicht dafür
Indexzusammensetzung prüfen Empfehlung übernehmen

Ich schaue nach, welche Werte im Index liegen und wie sie gewichtet sind. Was daraus folgt, entscheide ich selbst.

Fondsart und Domizil nachsehen Steuerberatung

Ob thesaurierend oder ausschüttend, ob Fonds oder ETF — solche Angaben gehören in meine Notizen, nicht in eine Kaufentscheidung.

Sparplanfähigkeit abgleichen Kursprognose

Ob ein Sparplan auf einen Fonds möglich ist, steht in den Produktdaten. Wie er sich entwickelt, steht dort nicht.

Wie ich Quellen prüfe

Bevor ich eine Zahl oder eine Regel in einem Beitrag verwende, prüfe ich sie gegen die Originalquelle. Bei steuerlichen Themen heißt das: Angaben der Finanzverwaltung, nicht Zusammenfassungen in Foren. Bei Marktdaten heißt es: die Indexanbieter selbst.

Diese Prüfung kostet Zeit, und manchmal finde ich dabei heraus, dass eine verbreitete Aussage so nicht stimmt. Wenn das passiert, schreibe ich es auf, auch wenn es unbequem ist. Ein Blog, der Fehler stillschweigend überschreibt, ist als Quelle wertlos.

Für eigene Zahlen gilt dasselbe: Ich rechne nach, statt zu übernehmen. Wer einen Sparplan aufsetzt, sollte die Sparrate selbst einmal gegen das Haushaltsbudget stellen, bevor er sich auf eine Empfehlung verlässt.

Wofür Podcasts gut sind und wofür nicht

Die Trennung zwischen Einstieg und Nachschlagen spart Fehler. Ich halte sie bei jedem Thema ein, das ich hier aufgreife.

Stark bei

  • Zusammenhängen zwischen Politik, Zinsen und Märkten
  • Hintergründen, die man in einer Zahl nicht sieht
  • Einordnungen, die sich in zehn Minuten mitnehmen lassen

Schwach bei

  • Konkreten Freibeträgen und Beträgen zum Nachschlagen
  • Fristen, die man schriftlich belegen muss
  • Produktdaten wie Fondsart oder Indexgewichtung

Für solche Punkte brauchst du eine schriftliche Quelle.

Leerer Stuhl an einem Holzschreibtisch mit Lampe und geschlossener Mappe

Frag bei jeder Quelle, wer sie finanziert und welches Interesse dahintersteht.

Ein Podcast, der von einem Finanzvertrieb produziert wird, hat eine andere Perspektive als eine Redaktion, die keine Produkte verkauft. Das macht die eine Quelle nicht automatisch falsch und die andere nicht automatisch richtig. Es macht aber einen Unterschied, wie du das Gesagte einordnest — und diese Frage stelle ich bei jedem Format, das ich hier empfehle.

Zum Nachschlagen

Ressourcen für Einsteiger

Für den Anfang reichen wenige Quellen. Wer sich mit Sparplan, Steuern und Vorsorge einmal beschäftigt hat, braucht danach meist nur noch eine jährliche Kontrolle, um auf Kurs zu bleiben.

ETF-Sparpläne verstehen Grundbegriffe

Wie ein Sparplan aufgebaut ist, welche Kosten anfallen und woran man erkennt, ob ein Fonds zu einem passt.

Steuern & Sparerpauschbetrag Schriftlich

Der Freibetrag und die Regeln dazu gehören zu den Punkten, die ein Podcast nicht sauber abbildet. Deshalb als eigener Beitrag.

Altersvorsorge & Altersvorsorgedepot Langfristig

Was ein Altersvorsorgedepot von einem normalen Depot unterscheidet und welche Fragen man vorher klären sollte.

Marktbeobachtungen Einordnung

Was ich in den Märkten beobachte und wie ich das einordne, ohne daraus eine Prognose zu machen.

Übertrag

Diese Liste wächst, wenn sich ein Format bewährt. Quellen, die vor allem Produkte bewerben oder Renditen versprechen, nehme ich nicht auf — sie helfen beim Aufbau eines langfristigen Depots selten.

Stand: Oktober 2026

Häufige Fragen zu dieser Auswahl

Kurze Antworten auf das, was mir am häufigsten geschrieben wird. Wenn deine Frage fehlt, schreib mir über die Kontaktseite.

Warum steht hier keine Bewertung oder Note?

Weil eine Note bei einem Podcast wenig aussagt. Entscheidend ist, wofür ein Format gedacht ist: Hintergrund, Einordnung, Nachschlagen. Ich beschreibe stattdessen, wofür ich ein Format nutze und wo ich es nicht nutze.

Ersetzt ein Podcast die eigene Recherche?

Nein. Ein Podcast liefert Zusammenhänge und Hintergründe, aber keine belastbaren Details. Freibeträge, Fristen und Produktdaten schlägst du in schriftlichen Quellen nach — bei steuerlichen Themen bei der Finanzverwaltung, bei Marktdaten bei den Indexanbietern.

Warum tauchen manche Formate hier nicht auf?

Was hier fehlt, sind Quellen, die vor allem Produkte bewerben oder Renditen versprechen. Solche Formate gibt es viele, und sie helfen beim Aufbau eines langfristigen Depots selten. Ich nehme nur auf, was ich selbst regelmäßig nutze.

Wie oft schaue ich überhaupt nach?

Wer Sparplan, Steuern und Vorsorge einmal aufgesetzt hat, braucht danach meist nur eine jährliche Kontrolle. Tägliche Kursverfolgung ändert an einem langfristigen Plan nichts — sie kostet nur Zeit.

Diese Seite wächst mit den Quellen, die sich bewähren

Ich ergänze die Liste, sobald ich ein Format finde, das über längere Zeit trägt. Kennst du eine Quelle, die dir geholfen hat? Schreib mir über die Kontaktseite — ich prüfe sie und nehme sie auf, wenn sie passt. Antworten gibt es in der Regel innerhalb von zwei Werktagen, Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 18:00 Uhr.

Leseecke mit Sessel, Beistelltisch und eingeschalteter Stehlampe

Einmal im Jahr nachsehen reicht meist.